Die Nordseegarnele

Nordseekrabben - Foto und © Pfeiffer

Die Nordseegarnele, den meisten schlicht unter dem Namen Krabbe oder auch Porre bekannt, ist eine Delikatesse, die auch in deutschen Gewässern heimisch ist und dort eine fischereiwirtschaftliche Bedeutung hat.

Ein jeder kennt sie und die meisten lieben sie. So auch unser ältester Sohn Julius. Julius ist selbst begeisterter Nachwuchsangler und absoluter Krabbenfan. Am besten schmeckt die Nordesskrabbe natürlich frisch, und noch besser frisch vom Kutter. Wenn nur das pulen nicht wäre, denn die Graugarnele muss vor dem Genuss von ihrer Aussenhülle, also ihrem Panzer befreit werden. Da die Dinger nur in Ausnahmefällen bis zu 9 cm groß werden und der essbare Muskelteil innendrin bei einer Krabbe nur wenige Gramm wiegt, ist es ein enormer Aufwand eine sättigende Portion zu zubereiten. Müssen gar vier Leute davon satt werden, eine echte Mammutaufgabe.

Wir waren vor kurzem im Urlaub auf Sylt und die meisten Krabben, die man dort kaufen kann, haben bereits einen langen beschwerlichen Weg hinter sich. Leider sind die Lohnkosten für das Krabbenpulen in Westeuropa sehr hoch. Daher werden die Krabben zwar frisch auch in deutschen Gewässern gefangen, gehen dann aber auf eine wochenlange Reise, um in Niedriglohnländern gepult zu werden. Damit die Garnelen haltbar bleiben, werden sie anschließend gut gekühlt und mit Konservierungsmitteln versehen, zurück zum jeweiligen Markt speditiert. Dieser Aufwand hat natürlich seinen Preis und man kann leider nicht mehr von frischen Krabben sprechen.

Im Urlaub erlebten wir dann eine angenehme Überraschung als unser Vermieter Herr Petersen, ein echter Insulaner, eines Tages mit einem großen Eimer Krabben auftauchte. Er hatte die Krabben von einem befreundeten Fischer bekommen, der sie kurz nach dem Fang noch an Bord seines Kutters in Meerwasser gekocht und anschließend direkt verkauft hatte.

Krabbenpulen mit Herrn Petersen – Foto und © Pfeiffer

Das war natürlich ein Riesenerlebnis für unseren Sohn, der somit den Tag damit verbrachte, gemeinsam mit Herrn Petersen Krabben zu pulen. Seine Belohnung waren vier Portionen, die jeweils für ein Krabbenbrot reichten und wirklich hervorragend geschmeckt haben.

Ausbeute für den ganzen Tag – Foto und © Pfeiffer

Schöne Ideen für Krabbengerichte findet man unter anderem im Buch Echt norddeutsch! von Birte Peters, erhältlich hier.

Echt norddeutsch! – Foto und © Pfeiffer